Drei Gramm Platin aus einer Tonne Erz

Wahre Schönheit kostet Fleiß und Mühe. Nichts belegt diese alte Erfahrung besser als das edle und seltene Platin.

Tief aus der Erde - bis auf 2.000 Meter geht es hinab - muss das Platinerz in harter Arbeit gefördert werden. Und danach ist es noch ein langer und mühsamer Weg vom rohen Erz bis zum reinen Metall: mit fast 150 komplizierten Prozessen, die über 3 Monate dauern. So aufwendig ist es, das Platin und die 9 begleitenden Metalle (seine 5 "Schwestermetalle" Iridium, Osmium, Palladium, Rhodium und Ruthenium sowie Gold und Silber, Kupfer und Nickel) zunächst aus dem Erz zu lösen und dann voneinander zu trennen. Aus jeder Tonne Erz gewinnt man schließlich ganze 3 Gramm reines Platin - 3 Teile aus einer Million!

So wird es verständlich, dass es Jahrhunderte dauerte, bis das widerspenstige Platin analysiert und erforscht war, bis man seine vielfältigen hervorragenden Eigenschaften entdeckt und zu nutzen gelernt hatte.

Doch so aufwendig und schwierig wie die Gewinnung des Platins ist auch seine Verarbeitung.

Nur ein wirklicher Meister versteht es, dieses Metall zu beherrschen, ihm seine eigenwilligen Reize zu entlocken, daraus Schmuck von unverwechselbarer Schönheit zu gestalten.

Das zeigt sich schon beim bloßen Schmieden, der ursprünglichsten Arbeitsweise des Gold-"Schmiedes": Platin wird dabei zunehmend fester und zäher - was ungewöhnliche Sorgfalt erfordert, aber auch ganz ungewöhnliche Kreationen erlaubt. Dieses Metall fordert zu gutem Stil und perfektem Design geradezu heraus - zu zeitloser Schönheit, bleibendem Wert und unverwechselbarer Eleganz.

Platin kostet viel Zeit, viel Mühe und viel Können. Aber es macht auch vieles möglich, was bislang unmöglich erschien.